Kodak R.I.P
Jetzt ist es traurige Gewissheit. Kodak, der Pionier der Fotografie ist pleite. Das Traditionsunternehmen hat hat ein Verfahren nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts eingeleitet. Es ist das Ende eines Unternehmens, dass die Geschichte der Fotografie entscheident mitgestaltet hat. Schon 1888 brachte Kodak seine erste Consumerkamera auf den Markt. Das Unternehmen galt als das amerikanisches Vorzeigeunternehmen. Über 100.000 Mitarbeiter hatte Kodak in seiner Blütezeit.
Doch dann passierte der entscheidene Fehler: Kodak verschlief die digitale Revolution. Das Unternehmen setzte weiter auf die Produktion seiner Filme und auf analaoge Kameras. Ein Managementfehler, von dem sich das Unternehmen nicht mehr erholen konnte. Der Japankonkurrenz Canon, Nikon, Olympus & Co, die schon sehr früh auf Digicams setzte, konnte Kodak nicht mehr Paroli bieten. Die Gewinne brachen ein, seit 2008 schrieb die Firma rote Zahlen. Seit 2003 schloss sie 13 Fabriken und 130 Labore, 47.000 Arbeitsplätze wurden gestrichen.
Kodak teilte in einer Presseaussendung mit, die Citigroup habe der Firma eine Kreditlinie über 950 Millionen Dollar eingeräumt. Es sei genügend Liquidität vorhanden, um den Geschäftsbetrieb während des Gläubigerschutzes aufrechtzuhalten. Man rechne damit, das Verfahren 2013 zu beenden.
Geld könnte noch der Verkauf der tausenden Kodak-Patente in die Kassen spülen. 1100 Patente sind in Angebot, die einige Milliarden Dollar in die Kasse spülen könnten. Möglicherweise werden die Patente auch über eine Auktion im Zuge des Insolvenzverfahrens verkauft.
Vielleicht noch ein letzter Rettungsanker. Fix ist freilich: Kodak wird es nach 131 Jahren Firmengeschichte in dieser Form nicht mehr geben.


