Garmin schielt auf Navigon

Der weltgrößte Hersteller von GPS-Lösungen will die Hamburger Navischmiede Navigon übernehmen

Heuschreckenalarm im der Navibranche. Der US-Hersteller Garmin hat ein Auge auf den deutschen Herstellern Navigion geworfen. Der Hamburger Anbieter von Navigationsgeräten gehört mehrheitlich der Investmentgesellschaft General Atlantic Partners, die sich 2005 bei Navigon beteiligt hatten. Zunächst auf Software spezialisiert, war Navigon 2007 in die Geräteherstellung eingestiegen. Doch hat sich die damals starke Nachfrage nach Navigationsgeräten inzwischen durch den Smartphone-Boom wieder deutlich abgeschwächt. Navigon ist im Jahr 2008 nach seiner Expansion auf den US-Markt tief in die roten Zahlen gerutscht. General Atlantic übernahm 90 Prozent der Anteile und rettete die Hamburger sprichwörtlich in letzter Minute. Im Jahr 2009 stellte Navigon den Vertrieb seiner Geräte in den USA wieder ein. Garmin hat sich zu der geplanten Übernahmen noch nicht geäußert, der Kaufpreis könnte sich, nach bislang unbestätigten Angaben aus Verhandlungskreisen, im mittleren zweistelligen Euro-Bereich bewegen.