Die Apple-Farce

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In den USA lässt Apple die Häuser Unschuldiger von falschen Polizeibeamten durchsuchen, auf der IFA in Berlin muss Samsung einen seiner Publikumsmagneten, das Galaxy Tab 7.7, in einer Nacht und Nebel-Aktion vom Messestand räumen.

Apple treibt’s in Sachen Geheimniskrämerei wieder mal auf die Spitze – selbst wenn die inzwischen sattsam bekannten Marketinggags der Amerikaner schön langsam zur Farce verkommen. Dass einem Apple-Techniker - wie schon beim iPhone 4 - erneut der Prototyp des neuen Handymodells abhanden kam (dieses mal bezeichnender Weise in einer Tequila-Bar), ist hier fast schon ein Zufall zu viel. Stimmt’s doch, dann sollte man sich im Apple-Headquarter vielleicht einmal Gedanken über die Eignung seiner Mitarbeiter machen…

Wie auch immer. Der verschwundene Prototyp bleibt bislang weiterhin verschwunden. Da half es auch nichts, dass Privatdetektive im Auftrag Apples das Haus eines Unschuldigen auf den Kopf stellten und sich dabei als Polizisten ausgaben – dem Vernehmen nach, mit Wissen der echten Polizei, die sich damit als willfähriger Marketing-Helfer von Apple instrumentalisieren ließ. Das einzige „Verbrechen“ des Durchsuchungs-Opfers: er war zur gleichen Zeit, wie der vermutlich leicht benebelte Apple-Mitarbeiter, in besagter Tequila-Bar anzutreffen.