Apple unter Druck

Schlechte Arbeitsbedingungen beim chinesischen Zulieferer Foxconn werden für Apple zu einem immer größer werdenden Imageproblem.

iPhone, iPad, Mac Book Air. Apples schicke Geräte will jeder haben. Was nur Wenige wissen, wie die Kultprodukte produziert werden. Das Unternehmen lässt seine Geräte vorwiegend in China, bei Foxconn, einem gigantischen Industriekonzern, bei dem auch Sony, Nokia, Samsung, HP und Amazon produzieren lässt, herstellen.

Die Arbeitsbedingungen spotten bei Foxconn allerdings jeder Beschreibung und sind von westlichen Standards meilenwert entfernt. Die New York Times berichtet von katastrophalen Zuständen in den Fabriken, Mitarbeiter werden schlecht bezahlt, müssen zahlreiche Überstunden leisten, werden unter Druck gesetzt, haben keine Sozial- und Krankenversicherung.

Im vergangenen Jahr wurde auch bekannt, dass Foxconn-Mitarbeiter unter dem immer größer werdenden Arbeitsdruck Selbstmord begangen haben. 

Apple  Boss Tim Cook reagierte verärgert auf den Bericht. "Jeder Unfall und alle Probleme bei Arbeitsbedingungen sind besorgniserregend. Jede Unterstellung, dass uns das egal sei, ist falsch und beleidigend für uns”, sagt er zu der New York Times. Darum sei Apple auch der Fair Labor Association beigetreten, die weltweit für die Durchsetzung fairer Arbeitsrechte eintritt.

Für Apple ist der New York Times Bericht ein gehöriger Imageschaden. Manche Kolumnisten in den USA werfen auch die Frage auf, ob Konsumenten Apple nicht boykottieren sollten. Das wäre für das Vorzeigeunternehmen mehr als nur eine Imageschaden.